Hüftschmerzen:

Hüftschmerzen können sehr vielfältig sein und haben entsprechend auch vielfältige Ursachen. Die Schmerzen können seitlich lokalisiert sein, mehr im Gesäß oder auch in der Leiste. Sie können lokal bleiben oder in das Bein und Kreuz ausstrahlen. Manche werden bei Bewegung besser, andere schlechter. Oft ist die Beweglichkeit eingeschränkt, manchmal aber auch nicht.

Sehr plötzlich auftretende Hüftschmerzen, besonders nach einem Sturz, sollten Sie ärztlich auf jeden Fall abklären lassen. Chronische Hüftschmerzen sind dagegen ja oft schon abgeklärt und bekommen nicht selten die Diagnose Hüftarthrose mit der Aussicht auf ein neues Hüftgelenk. Aber ist das wirklich immer die beste Lösung?

In und um die Hüfte herum können viele Strukturen Schmerzen verursachen. Da sind viele Muskeln, Schleimbeutel, Sehnen, Nerven und Gefäße und natürlich das Gelenk selber. In den meisten Fällen reagieren die Strukturen mit Schmerzen, wenn ungünstige Belastungen sehr stark oder sehr lange auf die Strukturen einwirken. So ist das ständige Sitzen, vielleicht sogar mit überschlagenen Beinen, ein sehr großer Belastungsfaktor. Genauso groß ist die Belastung durch verspannte und verkürzte Muskeln und Faszien, aber auch durch ein muskuläres Ungleichgewicht. All diese Faktoren verändern die physiologischen Bewegungsabläufe und verschieben Belastungszonen deutlich. Dadurch werden Strukturen belastet, die so dafür nicht ausgelegt sind und auf diese Belastung dann mit Schmerzen reagieren.

Am deutlichsten wird dieser Prozess im Gelenk selbst: Durch oft zu kurze Hüftbeuger erhöht sich der Anpressdruck beim Gehen bei jedem Schritt deutlich, und das viele Tausend Mal am Tag! Das erhöht natürlich die Reibung im Gelenk und damit auch den Abrieb von Knorpelzellen. Irgendwann kann dann das Gelenk diesen vermehrten Abrieb nicht mehr kompensieren und reagiert mit einer Arthritis, also einer Gelenkentzündung und schließlich dann mit einer Arthrose, also einem degenerativen Verschleiß. Später bleibt dann nur noch die Option neues Hüftgelenk. Oder doch nicht?

Um es vorweg zu sagen: Wenn das Gelenk zu sehr verschlissen ist, dann bleibt oft nur eine OP. Bis dahin ist es in den allermeisten Fällen aber ein langer Weg. Und in dieser Zeit wäre es doch sinnvoll, sich um die eigentlichen, den Stress verursachenden Strukturen zu kümmern, nämlich die verspannten und verkürzten Muskeln und Strukturen!

Ist dann einmal ein neues Hüftgelenk eingesetzt, gilt bezüglich der Überlastung von Strukturen übrigens genau das gleiche. Auch das künstliche Gelenk reagiert mit Verschleiß und die umgebenden Strukturen weiterhin mit Schmerzen.

Und was für die Überlastung des Gelenkes gilt, trifft auf die vom Patienten eigentlich wahrgenommen Schmerzen übrigens auch zu. In der Medizin wird für die Schmerzen, die ein Patient verspürt, ursächlich sehr gerne und häufig nur das Gelenk selber verantwortlich gemacht. Das stimmt vielleicht zum Teil im Endstadium einer Arthrose. Es gibt aber viel mehr Strukturen um die Hüfte herum, die zusätzlich und oft auch hauptsächlich Schmerzen verursachen. So übertragen die Muskeln der Hüfte, des Beckens, der Lendenwirbelsäule und der Oberschenkel Schmerzen regelmäßig auch in rund um die Hüfte. Und diese verschwinden oft auch nicht durch eine OP.

Andere Erkrankungen, wie zum Beispiel Schleimbeutelentzündungen, eine schnellende Hüfte oder “blockierte” und schmerzhaft einknickende Hüften, sind auch immer ein Anzeichen für Belastungsveränderungen der Strukturen in und um die Hüfte herum und damit ein Warnzeichen für einen drohenden Gelenksverschleiß. Auch hier ist die therapeutische Konsequenz aus myofaszialer Sicht die Behandlung der muskulären und faszialen Strukturen der Region.

Weitere allgemeine Informationen finden Sie zum Beispiel in der Wikipedia zum Thema Hüftgelenk oder Hüftgelenksarthrose. Allgemeine Informationen zum Thema myofasziale Therapie finden Sie im Artikel Triggerpunkt-Therapie.

Hüftschmerz

Um Hüftschmerzen nachhaltig zu behandeln, braucht es als erstes eine funktionelle myofasziale Differenzialdiagnostik, die ein Röntgen oder ein MRT so nie leisten können. Für eine nachfolgende Bahandlung ist neben viel Erfahrung eine myofasziale Sichtweise genauso hilfreich.

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